Was?

Die Tage ist es etwas komisch und auch schwer zu beschreiben, was momentan vorgeht. Ich weiß es einfach nicht. Im Prinzip ist nichts anders als sonst, aber irgendwas nagt schon ziemlich an mir. Muss nur noch rausfinden, was es genau ist. Zum einen ist es die Tatsache dass ich jetzt (ca. 00:00 Uhr) noch nicht im Bett liege und schlafe. Na ja, ich lag bereits im Bett, aber es ist ein schlechtes Gefühl dort zu sein. Ich bin todmüde und lege mich dann irgendwann ins Bett. Wenn ich dort bin, vergeht die Müdigkeit nach und nach. Ich werde total aufgekratzt, bekomme ein seltsames Gefühl im Magen und will dann einfach nur noch raus aus dem Bett. Na ja und dann sitze ich wieder hier und weiß nicht was los ist. Das Schlafen wird dadurch ziemlich beeinträchtigt. Normalerweise kann ich nicht schlafen, wenn im Hintergrund noch ein Film oder sonstiges läuft, aber wenn jetzt keiner läuft kann ich absolut nicht abschalten. Ich muss mich so lange ablenken, bis ich einfach zu müde bin um über etwas anderes nachzudenken. Die vorletzte Nacht war ich die ganze Nacht nie wirklich lange in einem Schlafzustand, ich habe immer nur 5 Minuten geschlafen, wobei ich zwischen 4 und 6 etwas länger geschlafen habe. Wenn man früh aufstehen muss, ist das natürlich nicht so schön. Na ja, das bringt mich wieder an den Anfang dieser Misere: Was ist es? Es ist doch nichts anders als sonst auch... Wollte es erst auf das Wetter schieben, aber ich weiß dass es das auf keinen Fall ist, an der Wärme oder so liegt es nämlich nicht. Dann habe ich ein ganz anderes Gefühl. Also sitze ich hier nun, weiß nicht wo das Problem ist und kann nur darauf hoffen, dass es nicht mehr so lange andauert. Oder dass sich der wahre Grund zeigt. Wenigstens einen kleinen Schritt vorwärts.

Na ja, aber zu einem anderen Thema. Ich frage mich in letzter Zeit immer öfter, ob ich einfach zu nett bin. Bin ich ein zu guter Mensch? Na ja, ich will jetzt nicht übertreiben. Aber... ich bin wirklich manchmal zu nett. Ich tue alles für jeden den ich irgendwie gut leiden kann. Völlig egal ob der Mensch es auch verdient, ob ich selbiges auch mal von dem Menschen erwarten kann oder ob es gut für mich ist. Ist es gut für die andere Person ist es mir meistens egal wie es mir dabei geht. Na ja, wie gesagt, wenn ich den Menschen irgendwo mag. Das sind jetzt zwar keine Scharen, eigentlich kann ich die meisten sogar nicht leiden, aber es sind genug um mich manchmal schlecht dabei zu fühlen. Nicht, weil ich etwas gutes tue, sondern weil ich vielleicht zu viel gutes tue. Erwartet man nicht auch immer dass man eine gewisse Gegenleistung bekommt? Das meine ich jetzt nicht so, wie es sich vielleicht anhört. Ich bin nicht nett zu einem Menschen und erwarte dann zwangsläufig, dass man zu mir auch nett ist. Ich bin im Grunde einfach gerne nett. Aber... wie gesagt, manchmal zu viel. Das Problem an der Sache ist, dass ich oft immer mehr gutes tue und dann ist es irgendwann so weit, wo es an dem Punkt steht, an dem einem klar wird, dass dieser Mensch für den man sich so aufopfert dir niemals das zurückzahlen will was du investiert hast. Tja und dann ist die Freundschaft dann meistens dahin. Dann wird dir mit jeder Sekunde die du drüber nachdenkst immer klarer, dass du im Prinzip einfach zu naiv für diese Welt bist. Na ja, ich weiß, dass ich zu naiv für diese Welt bin. Aber so bin ich eben. Ich könnte noch so viele Rückschläge erfahren und ich würde mich immer weiter aufopfern. Ich könnte noch so oft zu Boden geworfen werden und ich würde noch immer weiter auf die Jagd gehen. Auf die Jagd nach diesem einen Moment... In dem man dann merkt, dass jede verdammte Anstrengung, jede vergossene Träne, jede schlaflose Nacht es zur Hölle noch mal wert war. Nur für diesen einen Moment... Na ja, ich bin nicht nur zu naiv für diese Welt, ich bin auch zu romantisch. Aber dennoch bin ich niemand der irgendwelche Luftschlösser baut, Realist bin ich durchaus. Ich weiß genau was ich irgendwann mal erreichen kann und was nicht. Mir ist es stets bewusst, wo es mit mir hingehen kann und wohin nicht. Ich bin mir darüber im Klaren, wen ich bekommen kann und wen nicht. Ich bin zwar ein Träumer, aber ein realistischer. Warum? Na ja, ganz einfach: aus Erfahrung. Ich habe wahrlich schon viele Tränen in meinem Leben vergossen, habe unzählige Schlaflose Nächte hinter mir und wurde öfter zu Boden geworfen als ein schwergewichtiges und unbeliebtes Kind auf dem Schulhof in der Grundschule. Und diese Momente, diese worauf es für mich ankommt, die gab es dennoch. Also was soll's? Bin ich eben naiv, aber mit dem zufrieden geben was ich habe werde ich nie. Die Jagd geht immer weiter. Was es auch kosten mag, für mich lohnt es sich darum zu kämpfen... damit ich schlussendlich sagen kann, dass ich glücklich bin. Und dass ich irgendwann eine sanfte elektronische Frauenstimme in meinem Kopf höre die mir sagt: "Sie haben Ihr Ziel erreicht..."

Viel mehr habe ich im schlaftrunkenen Rausch auch nicht mehr zu sagen. Ich hatte gehofft dass mich dieses von der Seele schreiben irgendwie müde macht, aber es hat nicht geholfen. Verdammt, was mache ich jetzt? Ach ja... eins habe ich noch. Habe vorhin noch ein ganz nettes Zitat gehört:

"Möglicherweise entscheiden wir uns für den Augenblick zu leben und greifen nach den guten Dingen sobald wir sie erkennen."

Das war es aber jetzt endgültig.


Bis dann,
Brainpain
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