Eruovision Song Contest Unplugged

Da hat Deutschland doch tatsächlich den Sieg erringen können! Glauben wollte ich es im Vorfeld nicht, da ich "unser" Lied für eher mittelmäßig hielt. Aber freuen tue ich mich selbstverständlich für Deutschland. Das teilte nicht jeder am gestrigen Abend. Obwohl es der deutsche Beitrag war der gewann, stand ich ein wenig im Disput mit einer "Lena-Hasserin". Gut, leiden kann ich sie auch kein Stück, aber was mir gestern bereits als Argument diente... Es könnte dort auch eine Deutsche Dogge tanzen und ich würde mich freuen, wenn Deutschland dadurch gewinnt. In der Hinsicht bin ich eben Patriot.

Umso erstaunlicher fand ich es allerdings, dass sie mit dem Mix aus schlechtem Englisch, amerikanischem Englisch, sowie britischem Englisch gewann. Klang meiner Meinung nach schon ziemlich schrecklich. Gestern hörte ich das Lied zum ersten Mal komplett (bin ziemlich gut im Umgehen von Mainstream) und teilweise war fremdschämen angesagt. Natürlich fing ich sofort Stimmen von Englisch sprechenden Menschen ein. Dort wurde es unter anderem als "total annoying accent" betitelt. Teilweise wurde auch das Englisch in Anführungszeichen gesetzt. Andere wiederum bemängelten nicht den Akzent, sondern dass "underwear" und "toe nails" nichts in einem Lied zu suchen hätten. Aber Positives war natürlich auch vertreten. Wie dem auch sei, herzlichen Glückwunsch von meiner Seite!

Natürlich war der deutsche Beitrag nicht der einzige am gestrigen Abend. Deswegen lasse ich die einzelnen Teilnehmer noch einmal Revue passieren. Na ja, die ersten habe ich ausgelassen, weil ich erst beim vierten oder fünften Lied auf die Idee kam spontan einen Kommentar loszuwerden. Und im Nachhinein möchte ich das auch nicht machen, das muss eben spontan und währenddessen kommen. Da es in Tweets passen musste, sind es aber auch kurze Kommentare, aber sie zeigen meine Sicht schon deutlich, wie ich finde... Angefangen habe ich mit Moldau. Aserbaidschan, Spanien und Norwegen haben also leider keinen Kommentar bekommen. Aber los gehts!

Moldau - Moldau mit Run Away, ein Lied zum Wegrennen...

Natürlich ein phantastisches Wortspiel von mir, aber offenbar war ich nicht der Einzige, der so dachte. Am Ende stehen sie mit Platz 22/25 da. Nächstes Mal weniger Run Away, bitte!

Zypern - Backstreet Boys alleine

Offenbar kam diese ein Mann Boy Band nicht gut an. Mein Geschmack war es wahrlich auch nicht und fand es fast schon peinlich. Europa dachte ähnlich, Platz 21/25

Bosnien & Herzegowina - Standard Langeweile

Thunder & Lightning. Das einzige was Thunder & Ligthning bei dem Lied war, war die Textpassage, in der es stand. Das war einer meiner drei Kandidaten für den letzten Platz, letztendlich entschied Europa dann doch ein bisschen besser, Platz 17/25

Belgien - Hat mir eigentlich gefallen!

Ruhiges Lied, nettes Stimmchen und ein ganz normaler Auftritt.
Das war schon eher nach meinem Geschmack, auch wenn es natürlich nichts Besonderes war. Aber gut auf jeden Fall! Dieses Lied war eines meiner Top 5. Endergebnis: 6/25

Serbien - Genexperimente an Menschen sind zu Recht verboten!

Tja, was soll man dazu sagen. Dass es dem Land nicht peinlich ist, sich mit so etwas in Europa zu präsentieren. Aber ich bin ja schon leise, schließlich kommen Freaks immer gut an. Stefan Raab Platz 5! 13/25

Weißrussland - Langeweile pur

Da war einer meiner Top 3 Favoriten auf den letzten Platz. So sieht es eben aus, wenn der Diktator entscheidet, welches Lied zun ESC darf und zufälligerweise einige Bandmitglieder zu seinem Privat-Chor gehören. Dieses Lied bleibt einem sicher nicht in den Erinnerungen. 24/25

Irland - Future Titellied von einem Disney-Film

Oder nicht? Hätte meiner Meinung auch gut zu einem alten Animationsstreifen gepasst. Aber war jetzt auch nicht die Offenbarung. Aber trotzdem ein bisschen unter Wert verkauft mit Platz 23/25

Griechenland - Die bekommen den Job als Live-Band für meine Hochzeitsparty!
Griechenland - Mein Klingelton auch!

Meine Favoriten! OPA! Sogar eine SMS habe ich für die abgesendet. Das Lied machte einfach Spaß. War in Heimatsprache gesungen, hatte Kraft und verbreitet gute Laune. Definitiv mein Lieblingslied an diesem Abend. Am Ende auch belohnt, nämlich mit Platz 8/25

England - Dass die sich immer um den letzten Platz streiten müssen

Wie man in meinem Live-Kommentar schon erahnen konnte... England komplettierte meine Favoritenliste auf den Platz am unteren Ende des Tableaus. Einfach nur schrecklich wie schlecht ein Lied sein kann... VERDIENT Platz 25/25

Georgien - Von den sexuell fragwürdigen Helferlein abgesehen ziemlich gut!

Das Lied gefiel mir persönlich eigentlich. Hatte Georgien auch in meine Top 5 rein genommen, weil es wirklich nicht schlecht war, oberer Durchschnitt auf jeden Fall! Platz 9/25

Türkei - Nicht Fisch, nicht Fleisch. Stets bemüht!

Das Lied fand ich nicht so stark. Aber beinahe schon traditionell sind "Hard"-Rock Lieder beim ESC seit Lordi sehr beliebt. Ich persönlich fand es nicht schlecht, aber war auch nicht wirklich gut. Da bin ich härtere Töne gewohnt und ein poppig angehauchtes Hardrock Lied finde ich eher peinlich. Dennoch, Platz 2/25!

Albanien - Sister Act - Disco Remix

Habe dieses Lied schon aus meinen Erinnerungen verdrängt. Nicht, weil es so schlecht war, sondern weil es einfach das pure Mittelfeld war und deswegen nicht in Erinnerung bleibt. Nur die sehr guten, bzw. sehr schlechten Sachen bleiben einem im Kopf! An dieses Gospel-Chor kann ich mich aber noch erinnern... nur an den Interpreten nicht, oder Interpretin? Egal, am Ende 16/25

Island - Gut, aber Griechenland war besser!

Mit dem Lied täuschte ich mich wohl am meisten gestern. Ich fand es eigentlich ganz nett. Ok, ich fand es eigentlich sogar gut. Es war sogar in meinen Top 5! Sehr unverdient am Ende 19/25

Ukraine - Kam mir wie ein zusammen gepuzzletes Plagiat vor, aber ganz nett

Ich könnte immer noch schwören, dass der Gitarrenriff von einem Alter Bridge Lied geklaut ist... Und der Rest kam mir auch bekannt vor... aber egal. Nichts von Bedeutung, fand ich, Europa dachte 10/25

Frankreich - Guter Auftritt, Scheiß Refrain, einen Hauch Scatman Revival, Super!

Auf einer Public Viewing Party zur WM wäre es sehr gut angekommen, aber ansonsten war es für den Moment belustigend, aber mehr auch nicht. Da blieben mir die Griechen länger in Erinnerung! 12/25

Rumänien - Wetten auf den Sieg nehme ich noch an!

Wie mein Live-Kommentar zeigt, einer meiner Top-Favoriten auf den Sieg. Top 5 war für mich ziemlich klar, weil es ein gelungener Auftritt war. War einfach nett anzusehen, nett anzuhören und im Gesamtpaket sehr gut! 3/25

Russland - Habe ich die nicht letztens noch in der Innenstadt gesehen?

Sah ein bisschen so aus, wie solche Straßenmusikanten in der Innenstadt, oder? Fand ich nicht wirklich berauschend, Mittelfeld eben. 11/25

Armenien - Ein besungener Aprikosenkern... so so... mittelmäßig bis langweilig

Unglaublich, "Apricot Stone" schaffte es in die Trendic Topics bei Twitter. Manchmal zweifle ich an den Leuten... Da wird mittelmäßig gesungen, im Hintergrund wird ein 3 Meter Aprikosenkern angebetet und die Leute fahren voll drauf ab. War wohl der Einzige, der damit absolut nichts anfangen konnte... Am Ende 7/25

Deutschland - Ein stinknormaler, guter Auftritt, danke!

Nach dem Auftritt war ich wirklich beruhigt. Kein Anbeten von irgendwelchen Früchten, keine Funken sprühenden Ritter oder sonstiges. Ganz normal und im Gesamtpaket auch gut! Nur mit dem Sieg hatte ich nicht gerechnet... Weiß nicht, ob es so verdient ist. 1/25

Portugal - Ok, solide, nicht schlecht

An das Lied kann ich mich im Nachhinein auch nicht mehr erinnern... Deswegen bleibt ein langer Kommentar jetzt auch aus. Am Ende Platz 18/25

Isreal - Für die Heimatsprache gibt's nen Bonus, ansonsten langweilig und fast nur "ch"-Laute Also doch keine Bonuspunkte für die Sprache :D

Ein etwas unnötiger Kommentar von mir, aber mit Langeweile ist absolut alles gesagt. War klar, dass es das Lied ins Mittelfeld schafft. Platz 14/25

Dänemark - Abba zu zweit?

Kam es nur mir so vor? Wirkte für mich ein bisschen wie Abba, nur eben mit zwei Leuten weniger. War dennoch ganz ok, der Kommentator sagte bei dem Lied später glaube ich "Mainstream-Pop". Trifft den Nagel auf den Kopf. Am Ende Platz 4/25

Das war es dann auch gewesen. Gab dann schnell noch einige Tipps via Twitter ab, nämlich folgende:

MoonlightSona: Meine Top 4 (unsortiert)!: Griechenland, Georgien, Island, Rumänien

MoonlightSona: Für die Top 5 nehm ich dann noch Belgien mit rein

MoonlightSona:
Top Favorit auf den letzten Platz: England

Ein wenig ist wahr geworden, ein wenig ist anders gelaufen, als gedacht. Ein ganz netter Abend, mehr aber auch nicht. Wie dieser Revue-Beitrag! Das wars...

Ach ja und am Ende... Und alle so: yeeah!

Jugend, ach du süße.

Nein, das ist nicht der Titel einer neuen Telenovela, keine Sorge. Darüber schreibe ich nicht. Höchstens über die Telenovela, die sich mein Leben nennt... kann einem auch manchmal wie eine vorkommen. Ich seh es vor mir... Verliebt in... Wuppertal. Herrlich.

Das nur mal als Einstieg. Die letzten Tage waren eigentlich nicht so besonders. Am Dienstag wurde ich Opfer von "sexueller Belästigung". Warum ich das in Anführungszeichen schreibe? Bei Frau -> Mann lacht man wohl drüber, aber wenn ich das bei einer Dame getan hätte, oh weia. Ich seh die richterliche Verfügung schon vor meinem gedanklichem Auge. 25 Meter hätte ich mich dem Opfer nicht mehr nähern dürfen. Was problematisch ist, wenn man im selben Raum den ganzen Tag zusammen ist... Aber ein Trauma werde ich nicht davontragen.

Tja, weil ich so ein netter Mensch bin, habe ich morgen ein Date mit ihr. Ich bin ja nicht nachtragend. Aber um genau zu sein... das muss ich wohl oder übel absagen. Sie wollte mich auf Lakritze einladen. Aber ich habe zwei weitere Dates morgen. Eines davon mit drei Kerlen... Das Problem an der Sache... zwei finden zur selben Zeit statt. "Ich töte sie", schallte es laut, als ich es einem Date erzählte. (Übrigens nicht der Belästigerin.) Das ist eigentlich ganz gut für mich, denn so löst sich das Problem von allein. Na ja, ich bin zwar kein Fan von Blut, aber es kommt, wie es kommen muss. Niemand kann das Schicksal aufhalten.

Lustig ist nicht nur das, nein, lustig ist es auch, wenn man alte Aufzeichnungen seiner Schreiberei findet. Das passiert mir ab und an, weil es Zeiten gab, wo ich wirklich seeehr viel schrieb. Hie und da taucht dann das ein oder andere Stück wieder auf. Und immer wieder frage ich mich, in welchem Liebesrauch ich in meiner Jugend da nur gewesen bin. Kann man das überhaupt ernst nehmen? Ich weiß es nicht. Ist wohl schwer nachzuvollziehen, wenn man nicht gerade in der Situation ist... Und ich dachte mir, Ruf habe ich sowieso keinen, peinlich ist mir eh nichts, warum veröffentliche ich den Kram nicht einfach. Meine Leserschaft wird es schon nicht abschrecken. Die akzeptieren mich so, wie ich bin. Was auch schon eine Leistung ist. Und neue Leser bekomme ich ja eh nicht. Da muss man schon ein wenig verrückt für sein, um wiederzukommen. Aber ok. Bei meiner Veröffentlichung handelt es sich übrigens um Mini-Texte. So eine Art Jamba-Text. Ja, die passen alle wunderbar in eine SMS. Vielleicht ist das meine Berufung. Handytexte für Jamba zu schreiben. Dann könnten sie die Affen endlich mal in Ruhe lassen und zurück in ihr richtiges Leben entlassen. Oder ich gründe einfach mein eigenes Unternehmen. Die Brainpainunplugged-Handytext GmbH. Natürlich nur im Jahresabo erhältlich. Schicke einfach eine SMS mit dem Text: "I will you" an die 90210. Will jetzt nicht alle veröffentlichen, zwei reichen erst mal. Sonst kauft keiner meine Abos.

Jeder Mensch träumt davon. Die „richtige“ Person zu finden. Jeder Mensch will es. Geliebt werden. Niemand kann alleine sein. Alle suchen und suchen. Ein halbes Leben lang wird der „richtige“ Mensch gesucht. Der Richtige. Manchmal muss man für das Glück keine Meilen laufen. Manchmal ist das Glück näher, als man denkt. Manchmal ist man schon dran vorbeigelaufen. Dreh dich um…

Damit lässt man jedes Teenie-Herz erweichen. Glaubt mir!

Liebe ist manchmal so leicht. So leicht, dass man sie nicht direkt erkennen kann. Liebe ist manchmal so schwer. Sehr schwer nachzuvollziehen. Doch Liebe ist vor allem eins: Ein Segen. Jemand anderen zu lieben ist großartig. Geliebt zu werden umso schöner. Es ist zwar nicht immer leicht, aber trotzdem will sie niemand missen. Ich liebe jemanden, doch werde ich ebenso geliebt…?

Verdammt, das ist so schleimig, ich erkenne den Text auf dem Monitor kaum noch...

Na ja, damals, in der Jugend, der süßen Jugend, zog so etwas noch. Damit konnte man die Mädels überzeugen. Heute geht das leider nicht mehr so leicht. Davon habe ich übrigens mehrere Seiten. Also ich war quasi ein Seifenspender, nur dass ich nicht mit Seife gefüllt war, sondern eher mit Schleim. Ein Schleimspender. Herzallerliebst, nicht?

Aber gut, das war es von mir. Genug geturtelt für heute.


Bis dann,
Brainpain

Das Niveau, Die Politik, Die Liebe

Voller Freude war ich heute Mittag noch, denn zu diesem Zeitpunkt war ich ebenso voller Ideen für eben diesen Blog-Eintrag. Das ist ein wenig flöten gegangen... Muss ich irgendwo auf dem Weg nach Hause verloren haben, aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich trotzdem einen quantitativ hochwertigen Beitrag aus dem Ärmel zaubern könnte.

Der Tag begann recht öde, wirklich spannend wurde es erst, als Roland Koch, seines Zeichens (Noch-) Chef von Alles in Hessen abtrat. Besser kann ein Tag eigentlich gar nicht beginnen. Er tritt am Towel Day zurück, das hat durchaus Dramatik, nicht? Na ja, viel philosophieren möchte ich an dieser Stelle nicht, jedenfalls nicht über Politik, aber Dieter Nuhr beschrieb es recht passend...

"Roland Koch tritt noch 2010 zurück! Weinende Menschen irren durch Wiesbaden! Was? Keine Tränen? Egal. Er geht. Das ist die Hauptsache..."

Dieter Nuhr, seines Zeichens mein liebster "Comedian" twitterte dies übrigens, womit ich beim nächsten Thema wäre. Ihn zu "followen" ist sicher nicht das Verkehrteste! Täglich muss ich bei seinen Tweets schmunzeln und liebe diese kleinen Einlagen von ihm. Gut, der Humor sagt nicht jedem zu, aber für den ein oder anderen vielleicht doch eine Überlegung wert... Hier eine kleine Übersicht über einige sehr sinnreiche Kommentare:

Justin Bieber bei 1Live. Erkenntnis:Schädel sind so konstruiert, dass sie selbst bei innerem Vakuum nicht implodieren.

FAZ: DAX am Jahresende zwischen 4300 und 8000. Danke! Und mein FAZ-Fieberthermometer zeigt an: Körpertemperatur zwischen 24 und 68 Grad

Pocher singt wieder zur WM. Werde den Gerichtshof in Den Haag anrufen wegen Verletzung der Genfer Konvention.

Craig Venter entwickelt künstliche Sonya Kraus. Ethiker erschüttert. Kann die Forschung nicht was entwickeln, was auch einer brauchen kann?


Wenn ich mal wieder die sechste Stunde in Folge am Computer sitzen muss, lese ich es immer gerne, weil es mich für einen kurzen Moment aufheitert und mir eine Welt außerhalb des Grau und Grau meines derzeitigen "Arbeitsplatzes" zeigt. .......! :D

Aber weiter im Text, für heute genug Komiker angepriesen. Heute sollten wir unsere Stärken und Schwächen schriftlich festhalten. Mein Vortrag wurde als "wundervoll" bezeichnet. Na ja, ich persönlich würde es nicht als wundervoll bezeichnen, wenn man gerade über seine Schwächen redet... aber offenbar gibt es Menschen, die man mit allem beeindrucken kann. Ein solches Publikum erfreut sich immer höherer Aufmerksamkeit, nicht umsonst spezialisieren sich immer mehr Profi-Comedians auf eben solches. Ob es nun der bereits angesprochene Herr Pocher ist, oder sonst wer, über den ich gerade nicht lästern will ist... aber dass es jemals auch mein Publikum sein würde... Gott, was ist nur aus der Welt geworden.

Als ein anderer Mensch seinen Vortrag vortragen durfte, wurde ich Zeuge einer wundervollen Wortschöpfung. "Selbstbewusstlos". Wer kennt sie nicht - die berühmte Selbstbewusstlosigkeit... Das verdient einen sicheren Platz in meiner Magic Moments Hall of Fame. Wie ich bereits twitterte, saß zu ähnlichem Zeitpunkt das Niveau unter'm Bett und heulte. Das entstammt übrigens nicht meiner Feder, nein, so etwas käme nicht von mir, aber ich las es just in diesem Moment und es war so passend... Es fühlte sich beinahe wie ein Déjà-vu an. Aber gut, natürlich ging es noch tiefer. Es gab selbstverständlich einen Moment, indem das Niveau aus Trotz aufhörte zu heulen, sich einen Spaten griff und hämisch-diabolisch lachend ein tiefes, tiefes Loch zu graben um allen zu zeigen, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sei und das Niveau immer zuletzt lacht. Das Letztere entstammt übrigens meiner Feder, aber mit Niveau ist es auch nicht wirklich behaftet.

Wie sich das äußerte, wie das Niveau lachend grub und grub, werde ich hier nicht offen legen. Ich bin ja eher ein Mensch, der sich auf seinem Blog eigentlich für keinen Mist zu schade ist, sei es noch so peinlich, grotesk, oder abenteuerlich bescheuert... aber es gibt Momente im Leben, da ist schweigen golden. Glaubt mir, liebe Leserschaft, DIES ist so einer... Da kann man wirklich nur...


Aber gut. Ich hoffe ihr verzeiht, dass ich den Mantel des Schweigens über dieses Ereignis legen möchte. Schon ein zweites Mal, dass ich dies tun muss heute. Spontan sind mir nämlich die Worte eingefallen, die ich beim Heiratsantrag sagen werde/würde/könnte. Dass solche herzzerreißenden Dinge mir spontan einfallen können, erstaunt mich immer noch ein wenig, weil es so ziemlich das schnulzig-schönste ist, was jemals meinen Gedanken entsprang. Ich habe schon viele Dinge geschrieben, die das ein oder andere leicht zu überzeugene Mädel das Herz erweichen würde, aber das übertraf echt alles. Aber sagen will ich es auch nicht, da scheiterte bereits Bella an mir. Das wird nur die Frau zu hören bekommen, die mal so fehlgeleitet ist, wirklich ihr ganzes Leben mit mir verbringen zu wollen. Ok, ich bin nicht der schlechteste Fang, jedenfalls nicht über einen begrenzten Zeitraum, aber für immer, ich weiß ja nicht. Da müsste schon jemand ziemlich blind vor Liebe sein. Aber ich arbeite dran! Wenn das meine einzige Chance ist, jemanden für immer zu finden, muss es eben getan werden.

Aber das war es von meiner Seite auch schon. Mehr habe ich derzeit nicht zu berichten.


Bis dann,
Brainpain

Back To Life!

Da bin ich wieder! Hier mein Rückblick...

Freitag begann meine Odyssee, mein Abenteuer, mein Aufenthalt im Garten Eden. Garten Eden beschreibt es wohl ganz gut. An und für sich ist dieser Garten zwar prächtig und wundervoll, doch auf der anderen Seite bietet, bzw. bot, er relativ wenig Abwechslung. Aber fangen wir am Anfang an, das ist meistens von Vorteil.

Freitag ging es also los, ich kam nach Haus und mein Stief-Großvater, der einzige verbliebene "Großelternteil" wenn man so will, war zu Besuch. Er ist schon ein ziemlich spezieller Mensch. Man könnte ihn im Prinzip vor ein Gemälde setzen, vier Stunden lang und ihn hinterher fragen, wie das Gespräch war und er würde sagen, dass es klasse war. Der Punkt ist, er redet. Er redet Unmengen. Noch dazu lässt er einen nicht zu Wort kommen. Aber da ich ein höflicher Mensch bin, hörte ich aufmerksam zu und streute ab und an ein "ja, das sehe ich auch so", "das kann gut möglich sein", oder "so ist es doch immer" ein. Flüchten konnte ich nämlich nicht, denn er fuhr zur gleichen Zeit nach Hause, wie ich zu meinem Vater. Noch dazu nahm er denselben Zug wie ich. Und irgendjemand musste diesen alten Mann beaufsichtigen. Das war dann meine Wenigkeit. Aber es war ok...

In Düsseldorf angekommen war ich erst mal froh, dass ich nun meine Kopfhörer aufsetzen konnte und mein Buch herauskramen konnte. Das wäre im Zug bei meinem Stief-Großvater nicht ganz angebracht gewesen. Lange konnte ich mir nicht Zeit lassen, denn wie immer musste ich mich ziemlich beeilen, um den Anschlusszug in Düsseldorf zu bekommen. Ich schaffe es gerade noch so. Aber dennoch wären die Treppen rauf zum Gleis beinahe mein Tod gewesen. Wenn man den Zug schon dort stehen sieht, achtet man eben nicht mehr so auf seine Füße.

Glücklich, den Zug erreicht zu haben, schwang ich mich dann auf einen freien Platz und konnte endlich Musik hören und lesen. Was besseres kann man im Zug auch nicht machen. Zum Glück verlief die weitere Zugfahrt problemlos und ich kam wie geplant bei meinem Vater an.

... Dort dann überkam mich das erste Mal die Langeweile, also kramte ich einen alten Fußball raus und beschäftige meinen Bruder. Bis der Tag dann schließlich langsam aber sicher zu Ende ging...

Am nächsten Tag, Samstag nämlich, stand der momentane Umzug meines Vaters auf dem Fahrplan. Den halben Tag war ich damit beschäftigt, Kartons ins Auto einzuladen, rüber zum neuen Haus (vielleicht eine Minute entfernt) zu fahren, dort die Kartons aus zu laden und wieder zurück zu fahren. Im Repeat-Modus. Aber im Prinzip ganz ok, war eben ein bisschen warm, was die Arbeit erschwerte. Den Rest des Tages bemerkte ich dann, dass es weder Internet und Telefon gab. Jedenfalls nicht dauerhaft. Das ist das Problem, wenn man umzieht, das ganze Zeugs aus dem alten Haus schon verpackt ist und im neuen Haus noch kein Internet verfügbar ist. Aber ablenken konnte ich mich mit Badminton, Tischtennis und einem Grillbankett. Also das Ende des Tages hätte auch aus irgend einer amerikanischen "Happy-Family" Serie sein können... Noch dazu schlug die Partnervermittlung, a.k.a. mein Vater, zu und wollte mich mit der Nachbarstochter verkuppeln. Seine genauen Worte waren "Geile Schnecke aus gehobenem Hause". Na ja, so ganz überzeugte mich das ja nicht, wenn ich ehrlich bin...

Der Sonntag sah übrigens ganz genau so aus. Kein Scherz! Also erspare ich mir das noch mal abzuschreiben...

Montag... na ja, passierte nicht viel. Heimfahren war angesagt, nichts passierte, bin müde und morgen muss ich wieder früh raus.


Bis dann,
Brainpain

Letzte Meldung...

... vor der Pfingstpause. Bin an Pfingsten nicht daheim und ob ich dann schreiben kann oder will... Mal sehen. Sage deswegen spontan einfach mal, dass ich in die Pause gehe.

Heute war ein sehr interessanter Tag ist. Jedenfalls dann, wenn man sich für Verhaltensforschung beim Menschen interessiert. Da dies mein liebstes Hobby ist, war es also ein wundervoller Tag für mich. Schon als ich in der Akademie ankam, war es sehr... merkwürdig. Zwei Teilnehmerrinnen hatten in der Nacht noch gefeiert, bis 4 Uhr morgens... und das war anzumerken. Die waren beide noch etwas angeheitert. Nicht betrunken, aber schon etwas "lustiger". Kurzerhand wurde dann noch eine Sektflasche geköpft und munter weitergemacht. Meine Kollegen wurden auch alle reihenweise abgefüllt. Natürlich reicht eine Flasche nicht aus, also in der Pause mal eben zum Aldi um dort drei Flaschen Nachschub zu holen. Die waren nach der Pause dann auch weg... Auch ich sollte zumindest anstoßen, aber als strenger Nicht-Alkoholiker kam das für mich nicht in Frage. Auch nach der fünften Nachfrage und noch so zwinkernden Augen... da musste ich einfach nein sagen. Danach waren Schlager angesagt. Natürlich muss man im angeheiterten Zustand die deutschen Schlager-Klassiker zum Besten geben.

Und Ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger,
Bin so stark, stark, stark wie ein Tiger
Und so groß, groß, groß wie 'ne Giraffe
So hoch oh, oh, oh!

Ja, das war ziemlich... super. Es war wirklich herrlich, von allen Menschen um uns herum angeguckt und angelacht zu werden. Die Dozenten fanden es auch witzig. Bin ich froh, dass ich die Pause nicht auch dort war... Das wäre sonst eine Überdosis für mich gewesen.

In der Pause war ich nämlich in der Stadt. Dort wollte ich eigentlich Bella treffen, aber sie kam bereits vorher in die Akademie. "Sie sind ein gefragter Mann!", sagte der Dozent, bei dem offenbar nach mir gefragt wurde. "Inwiefern denn gefragt?", wollte ich wissen. Er antwortete: "Im Bezug auf die Frauenwelt, die warten alle auf Sie!" Ich, gerade meine Notdurft verrichtet sah dann die drei dort stehen und wunderte mich erst mal, dass Bella in der Akademie war. Eigentlich wollten wir uns in der Stadt treffen, aber war so natürlich... auch gut. Leider trug sie nicht die Schuhe, die ich so toll finde, aber egal.

Wir fuhren dann in die Stadt und aßen chinesisch, ehe wir mal wieder in den Thalia gingen. Dort bin ich, wie öfter erwähnt, beinahe schon Stammgast (ohne viel zu kaufen) und dort ging die Verhaltensforschung ein wenig anders weiter. Dieser Buchshop ist nämlich auch mein Jagdgebiet. Frauen würde ich nämlich am Liebsten im Buchladen kennenlernen, denn dort findet man eher kultivierte Menschen, als zum Beispiel im Solarium... Mir sprang dann auch eine ins Auge und Bella und mussten sie analysieren. Ich bemerkte sie nur kurz in unserem Gespräch und dann nahmen die Dinge seinen Lauf. Das artete dann wirklich in eine Analyse dieser Frau aus. Wir starrten sie beide eine ziemlich lange Zeit an und Bella hörte auch gar nicht mehr damit auf. "Ich muss!", sagte sie. Selbst, als wir den Laden verließen, drehte Bella sich zu dieser Frau um. Unmöglich! :D Aber das Ergebnis war, dass ich sie doch nicht so toll finde, tja.

Bella verließ mich dann schweren Herzens und ich ging aus Frust ein Eis essen. Einen Krokant-Becher um genau zu sein. Hat eigentlich ganz gut geschmeckt und war auch angenehm es draußen zu essen. Allen in allem eigentlich ein Tag, der in Ordnung war. Gleich dann mache ich mich auf die Reise zu meinem Vater, muss ja beim Umzug helfen...

Vielleicht melde ich mich von dort, versprechen tue ich es aber nicht. Ach ja... Mir wurde SCHON WIEDER gesagt, wie überzogen mein Ego hier doch sei... unfassbar.


Bis dann,
Brainpain

Dies und Das

Mal wieder eine Rückmeldung von mir. Hatte in letzter Zeit kaum eine, bis gar keine Lust zu bloggen, aus diesem Grund ein paar Tage Pause.

War gestern ellenlang in der Stadt "shoppen". Also wir waren in der Stadt, in zig Geschäften, mehrere Stunden, aber gekauft wurde nichts. Also war es eher bummeln, als shoppen. War meine Meinung nach trotzdem angenehm und habe wenigstens ein paar Sachen gesehen, die ich mir evtl. noch holen werde.
Mal wieder war ich im Buchladen. Ich schrieb ja schon mal drüber, wie sehr ich die Atmosphäre in solchen liebe und ich dort einfach gerne Zeit verbringe. Bella und ich saßen dann dort und unterhielten uns ziemlich lange und gut. Ab und an wurden wir von einem weiteren Shopping-Partner unterbrochen, ansonsten hätten wir dort vielleicht so lange gesessen, bis das Ding geschlossen hätte. Wie gestern bereits gesagt... Müssen wir uns eben alleine dort mal treffen! :D

Habe mich mal wieder über meinen Blog unterhalten. Ich freue mich für Feedback ja immer, um positives umso besser. Es wurde nämlich gesagt, dass mein Stil (teilweise?) so gut sei, dass sich der Leser so fühlt, als würde ich neben dem Leser am Computer stehen und es direkt erzählen. Na ja, ob das repräsentativ ist... ich weiß ja nicht. Vermutlich eher nicht, aber ich freue mich immer über solche Meinungen.

Am Wochenende bin ich nicht daheim, helfe meinem Vater beim Umzug. Was tut man nicht alles für's Erbe, nicht wahr? Aber ich habe ja eh nichts besseres vor.

Mehr Lust etwas zu schreiben habe ich momentan nicht, aber mit ein bisschen Glück kommt heute Abend der Rest.


Bis dann,
Brainpain

Schnitzeljagd!

Da ich gerade gelangweilt bin, bereite ich gerade etwas vor. Wie lange es dauern wird, weiß ich noch nicht, hoffentlich schaffe ich es am Sonntag alles fertig zu bekommen. Aber hier zu der Erklärung:

Es ist versteckt. Es ist kryptisch. Wer zwischen den Zeilen liest, wird vielleicht fündig werden. Wer nicht fündig wird... na ja, der denkt sich einfach den guten Willen der hinter dieser Botschaft stecken muss. Und das tut er! Nein, natürlich erwarte ich nicht, dass ihr meine kryptischen Texte entschlüsselt, das kann nur ich selbst (allerdings auch nur an guten Tagen), nein, ich verrate euch, worum es geht... In einem Eintrag demnächst werde ich Song-Zitate verstecken. Natürlich nur von deutschen Liedern, sonst wäre es zu einfach. Das schränkt mich zwar ein wenig ein, aber falls jemand Lust auf Schnitzeljagd hat, nur zu! Natürlich muss ich an dieser Stelle noch definieren, was schon ein Zitat ist. Dazu nehme ich mal spontan... Clueso mit Pizzaschachteln. Dort heißt es in der ersten Strophe: Man könnte meinen, dass 'ne Bombe in meinem Zimmer ziemlich gesplittert ist. Doch ich find immer noch 'n alten Pullover,der noch nicht zu doll zerknittert ist. Das wäre zum Beispiel eins. Ok, das ist natürlich ziemlich leicht, da ein solcher Satz schon sehr nach Lied klingt. Aber "Man könnte meinen, dass 'ne Bombe in meinem Zimmer ziemlich gesplittert ist." - Das reicht auch schon! Es ist also immer mindestens ein Sätzchen und besteht aus mindestens 4 direkt aufeinanderfolgende Worte der Strophe. Eine Band bzw. Interpret kommt maximal zwei mal vor. Um wie viele Zitate von wie vielen Künstlern es sich handelt, schreibe ich dann in dem Eintrag noch mal. Klar soweit? Noch Fragen offen?

Sollte sich ein Mensch dort draußen so dermaßen langweilen, dass er sich diese Suche antut... Lösungsvorschläge werden dann bitte nicht in die Kommentare geschrieben, sondern an meine E-Mail Adresse. Die gebe ich zu gegebenem Anlass dann raus.

Ich bereite es derweil vor... und ihr lernt schon mal deutsche Texte. Natürlich aber kein Mainstream. Wenn überhaupt kommt davon nur relativ wenig vor. Ne ne, das wird richtig hart für diejenigen, die es versuchen! Ich glaube zwar nicht, dass es jemand tut, aber es ist gut gegen meine Langeweile.


Vorfreude wünscht,
Brainpain

Touché

Ein herrlicher Tag, ist er das nicht? Ich weiß nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund habe ich gerade ziemlich gute Laune und versprühe sie nur so. Dabei fing der Tag gar nicht so gut an...

Ich hatte nämlich mit Schlafproblemen zu kämpfen, weiß der Teufel warum. So bloggte ich ja auch um... halb drei glaub ich. Müde machte mich auch das nicht, in die süßen Arme des Schlafs fiel ich erst... gegen halb fünf. Ziemlich gerädert wachte ich dann um 11 Uhr auf. Eine zweistellige Zahl auf der Uhr zu sehen ist schon immer ziemlich scheiße wenn man gerade aufsteht, denn das bedeutet ja, dass der Tag schon fast halb rum ist. Dann quälte ich mich aus dem Bett und es ging mir ziemlich mies, gerädert... wie überfahren eben.

Da ich mich nicht so gut fühlte wurde mir schnell bewusst... lange wirst du nicht am Computer bleiben. Nach zwei Stunden knapp verließ ich ihn dann auch und entspannte ein wenig. Fast genau drei Stunden. Und danach ging es mir wie ausgewechselt! War ein klasse Gefühl, vor allem nachdem ich mein Mittagessen hinter mir hatte. Gute Laune zu haben UND satt zu sein... viel besser geht es nur wenn ich in den nicht jugendfreien Bereich abdriften würde. Aber ok, für den Anfang reicht das satt sein und die gute Laune aber. Leider ist der Tag jetzt schon beinahe vorüber und ich habe nicht mehr so viel davon. Bin aber ein wenig angesäuert, dass ich ein paar Freunden abgesagt habe. Wollten heute eine kleine Feier machen, dazu Fußball schauen. Na ja, leider kann ich jetzt spontan nicht mehr zusagen, da sie nicht bei mir um die Ecke wohnen. Aber seis drum, selbst wenn ich gar nichts mehr unternehme heute, wird mir meine gute Laune erhalten bleiben.

Habe vor kurzem ein Klavierstück gehört. Es ist ganz, ganz kurz und ich habe auch keine Ahnung, wie es heißt, aber ich liebe es. Es lief irgendwo und seitdem habe ich diese Melodie nur noch im Kopf. Verdammt, wie kann man nur Klaviertöne in Worte fassen? :D Vielleicht würde es ja jemand erkennen. Aber auch hier: seis drum. So lange ich diese Melodie noch im Kopf habe, ist alles gut.

Gestern machte ich auf meiner Shoppingun(wahn)sinn Tour 2010 (falls ich mal berühmt werde, ist das der Name meines ersten Programms!) eine etwas seltsame Begegnung. Es war im Buchshop. Es war ein Mann... vielleicht 28? Auf jeden Fall Ende 20er, evtl. sogar Anfang 30er. Aber das spielt auch keine Rolle. In dem Buchshop war also eine Rolltreppe. Er wollte nach unten fahren. Da stand er also, mitten auf der Rolltreppe... fuhr immer weiter dem Erdgeschoss entgegen... und da merkte er irgendwann, dass er wohl doch nicht will. Er ging rückwärts einen Schritt nach oben auf die Treppe. Natürlich fuhr er im selben Moment wieder runter, er blieb also praktisch auf der Stelle stehen. Das machte ihm offenbar Spaß. Er tat es ein weiteres mal. Und noch mal. Und noch mal, noch mal, noch mal und nochmal. Sein Grinsen wurde immer breiter. Er hat gar nicht bemerkt, wie ich ihn anstarren musste. Er war in seiner eigenen kleinen wunderbaren Welt. Wie herrlich. Erst, als eine Frau ebenfalls auf die Rolltreppe stieg, musste er aufhören. Die Frau hat das offenbar gar nicht gesehen, was dieser Kerl da fabriziert, denn sie sah nicht gen Erdgeschoss, sondern lenkte ihren Blick wo anders hin. Vielleicht hat sie ihn wirklich nicht gesehen, ich glaube eher, dass sie es sich nur nicht mit ansehen wollte. ca. 5 Stufen bevor es zum Unfall gekommen wäre, blickte der Mann sich um und sah die Frau. Es sah schon herzallerliebst aus, wie er sie grinsend ansah. Da wünscht man sich gleich eigene Kinder. Die Frau aber wendete eiskalt ihren Blick ab. Was für eine Abfuhr. Tja, so ist das Leben...

Zum Abschied von mir mal ein Video. Es handelt sich um Lacuna Coil - I Won't Tell You. Generell ist Lacuna Coil derzeit eine meiner Lieblingsband, ich liebe diese Frau, diese Sängerin einfach. Ist leider zu alt für mich, glaube ich :/ Aber wie dem auch sei... Bei dem Lied handelt es sich um die "Acoustic"-Version. Wer diese Band nicht kennt, mal reinhören!



Das war es auch schon von mir... aber das musste einfach mal alles gesagt werden.


Bis dann,
Brainpain

Shoppingun(wahn)sinn

Wie ich dachte. Da schrieb ich also in meinem letzten Beitrag, wie der Trip verlaufen würde und ich wünschte ich müsste jetzt nicht sagen: "Habe ich es euch, bzw. vor allem mir selbst, doch gesagt!" Na ja, nicht alles war richtig, schließlich arbeite ich nicht bei Astro TV, der von mir angesprochene Deko-Hund blieb im Regal. Aber ich stand so kurz davor ein Deko-Kätzchen zu kaufen! Das lag auf so einem Kissen... Habe es aber gelassen. Nach sage und schreibe zwei vollen Stunden in der Innenstadt, habe ich nichts gekauft. Kein Geschenk für meine Mutter gefunden. Ich meine... was schenkt man Müttern schon. Keine Ahnung, letztes Jahr hat sie von mir so ein Buch bekommen, was nur leere Seiten hat, weil sie ihre Gedanken gern aufschreibt. Aber das kann ich ja nicht schon wieder bringen. Also dann doch vielleicht eine Tasse? Nee, gab es schon die drei Jahre davor. Verdammt, ich wusste einfach nichts. Ich war in so vielen Geschäften, von Galeria Kaufhof bis hin zum Saturn. Selbst kleine Tante-Emma Krims-Krams Läden habe ich nicht ausgelassen. Sogar im Buchshop Thalia war ich. Sogar in zwei verschiedenen!

Glaubt mir, zwei Stunden durch die Stadt zu irren, nicht zu wissen, was man kaufen soll und am Ende mit leeren Händen dastehen, das ist blöd. Immerhin habe ich jetzt was. Als ich im Saturn stand entdeckte ich nämlich DVDs. Programme von Comedians eben. Ich sah eine Limited Edition Box von Dieter Nuhr. Hätte ich mir beinahe gekauft! Aber das ist mein Geschmack und nicht der von meiner Mutter. Dann fiel es mir aber wie Schuppen von den Augen: Da gibt es doch einen Comedian, den sie gut findet, Ralf Schmitz nämlich. Na ja, leider hatte der Saturn kein Programm von ihm im Angebot. Aber dafür zig Comedians, die kein Mensch kennt. "Geheimtipps"? Vermutlich eher Flops. Aber egal, also rannte ich in einen anderen Laden, der solche DVDs führte. Siehe da, Dieter Nuhr stand wieder im Regal (sogar 2€ günstiger als im Saturn), aber Ralf Schmitz wieder nicht. Selbst in einem großen DVD Laden gab es ihn nicht! Die führten diese Sorte von DVDs nämlich gar nicht. Aber die Aldi-Chips für 40ct oder was die kosten für 1€ verkaufen, das sind vielleicht Gauner.

Aber etwas lustiges begegnete mir beim Durchsehen der anderen DVDs schon. Dort stand ein Regal, auf dem "BOLLYWOOD" stand. Na ja, denkt man sich erst mal nichts dabei, dann aber... stand da die DVD "Chuck und Larry". Wenn ich es richtig in Erinnerung habe... so sehr nach Bollywood sah er doch gar nicht aus? Dann aber direkt der nächste Schocker: Direkt neben Chuck und Larry stand "Silent Hill". Und das alles im Bollywood-Regal. Sodom und Gomorrha bei den Indern.

Amazon sei Dank habe ich dann doch die passende DVD noch gefunden. Na ja, kommt das Geschenk ein bisschen verspätet an, aber besser als nichts ist es dennoch. Stressiger Tag!

Ansonsten bin ich vor kurzem an einem Anime hängen geblieben. Eigentlich nicht so mein Genre. Es handelt sich um einen eher kleineren, der soweit ich weiß auch nicht im deutschen TV ausgestrahlt wurde. Er hat ganze drei Staffeln á jeweils 12 Folgen, welche ca. 20-24 Minuten lang sind (Obacht Freaks und Cracks: Wer errät den Titel?) und das Dumme an der ganzen Sache ist... Viele Charaktere haben in allen drei Staffeln unterschiedliche Synchronsprecher! In jeder Staffel eine andere Stimme! Für mich als Gewohnheitsmenschen ziemlich irritierend. Manche hatten wenigstens in Staffel eins und zwei die selben Stimmen, in Staffel drei redet jeder anders. Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, nein. Nicht nur die Stimmen verändern sich nach 12 Folgen, nein, auch die Aussprache der Namen. Das gibt einem dann den Rest. Vor allem wenn man sich das Finale einer Staffel ansieht und direkt danach die erste Folge der darauffolgenden Staffel. Ist es denn so schwer die Namen in allen drei Staffeln gleich auszusprechen? Ist es das? Wenn es schon andere Leute sprechen müssen, dann sprecht die Namen doch wenigstens so aus, das man weiß, wer gemeint ist. Manche Namen wurden ziemlich vergewaltigt. Das Paradoxe ist aber... in Staffel eins und zwei waren die Sprecher wenigstens bei wenigen Charakteren dieselben. Die Sprecher sollten doch eigentlich wissen, wie sie in der Staffel davor geheißen haben, oder etwa nicht? Na ja... ist ja auch egal, unnötige Aufregung. Das ist, wie gesagt, generell eh nicht meine Welt und wird sie auch nie sein. Aber zum Schlafen brauche ich nun mal oft was, wo ich nicht drüber nachdenken muss. Meine Lieblingsserien machen mich nämlich meistens nicht wirklich müde.

Von mir war es das an dieser Stelle, heute zu etwas ziemlich später Stunde. Was soll ich sagen, ich habe mir noch keine langweilige Serie angemacht!


Bis dann und geruhsame Nacht,
Brainpain

Zwischen Forrest Gump und Goethe

So, da bin ich wieder. Ein Eintrag war nach der Pause einfach nicht genug für mich, also ein weiterer.

Wisst ihr... ich bin eigentlich ein ziemlich nachdenklicher Typ, auch, wenn es oft nicht den Anschein hat und meine Posts so dahingewurschtelt aussehen. ... ... Ja, wollte es nur mal gesagt haben, das wars zu dem Thema.

Am Samstag hätte ich beinahe Werbung gemacht, um ein T-Shirt zu gewinnen. Auf meinem eigenen Blog! Ja, ich saß am Computer und schrieb fleißig diesen schleimigen Werbe-Eintrag... und am Ende dachte ich mir: nö. Nö zu Werbung auf meinem Blog! Er ist sogar noch gespeichert, dieser Eintrag. "Shirt für Lau?!" hätte er geheißen. Aber irgendwie fühle ich mich schlecht dabei Werbung für eine andere Seite zu machen und dafür ein billiges T-Shirt abzugreifen. Ok, wenn es ein schöner Blog ist, den ich gerne lese, dann mache ich sofort und ohne Gegenleistung Werbung dafür, aber so... ne danke. Das ist nicht mein Stil. Auch wenn ich sonst immer gern alles Kostenlose mitnehme!

Aber... vielleicht sollte ich auch mal ein Gewinnspiel oder so anbieten. Ich sehe das immer öfter auf verschiedenen Blogs. Oft werden T-Shirts verlost, sonstiger Krims-Krams oder auch Gutscheine. Und es zieht die Leute an! Die Leute zu bezahlen um auf deine Seite zu kommen, das scheint die effektivste Methode zu sein. Logisch. Aber vermutlich werde ich es nicht tun... Von den Leuten kommt doch danach eh keine Sau mehr auf meine Seite. Würde ich ja selbst auch nicht tun. Aber trotzdem... wollt ihr Leute kurzfristig auf eure Seite locken, verlost irgendwas. Keine Ahnung, notfalls ein paar Tassen, Kochlöffel oder Schokolade. Irgendwas! Auf kostenloses Zeug sind die Leute immer geil, völlig egal worum es sich im Endeffekt handelt. Auch das kommt für mich aber nicht in Frage, ist auch nicht mein Stil. Ich bleibe bei meinen Lesern, die man an einer Hand, an guten Tagen auch an 1 1/2 Händen abzählen kann. Denn... je weniger Menschen dich verfolgen... desto weniger Menschen kannst du enttäuschen... das ist übrigens eine Weisheit, die mir gerade eben entsprungen ist. Ich bin ja ein bekannter Philosoph und ihr dürft diese Weisheit gerne zitieren. Am Ende gebe ich noch mal mein "Best Of" zum Besten, ein Stück deutscher Blog-Kultur. Neben Goethe wird es vermutlich zwar sowieso nie auftauchen, dafür müsste ich die deutsche Grammatik wie wir sie heute kennen vergewaltigen, aber im Internet zu stehen ist generell ziemlich cool.

Soo, demnächst plane ich einen Rachefeldzug gegen Bella. Da sie mich mit einer üblen Grippe mutwillig angesteckt hat, muss ich natürlich zurückschlagen. Ich weiß noch nicht wann, wo und mit welcher Krankheit, aber es wird übel werden. Ich habe schon zig Bierdeckel mit Plänen bekritzelt, aber im Endeffekt ohne Erfolg. Jetzt habe ich keine mehr, also liegen meine Pläne erst mal auf Eis. Am Besten biege ich es irgendwie so hin, dass man mir die Schuld nicht nachweisen kann. Schuld sein ist ja sowieso nicht mein Niveau, also wäre das der vermeintlich beste Plan. Ich halte euch was diesen Feldzug angeht auf dem Laufenden!

Nun zu meinem Wochenende. Ich werde morgen wahrscheinlich den ganzen Tag in unseren schönen Innenstadt sein und irgendein Geschenk für meine Mutter besorgen. Was schenkt man Müttern? Ich habe keine Ahnung. Generell bin ich ziemlich unkreativ was Geschenke angeht. Eigentlich bekommen alle Menschen jedes Jahr das Selbe von mir, nur in leicht veränderter Form. Das bewährte sich zwar ganz gut, war "solide", aber auch das ist irgendwann ein Auslaufmodell. Also... werde ich jedes verdammte Geschäft durchsuchen, nur um nach 5 Stunden Shoppingwahn festzustellen, dass alles beschissen ist und im 1€ Shop Lande und einen Deko-Hund kaufe. Tja, so wird es kommen, denkt an meine Worte...

Um zum Ende zu kommen hier noch mal meine Top-3 Weisheiten für den Lebensalltag, selbstverständlich aus meiner Feder.

Platz 3: Je weniger Menschen dich verfolgen, desto weniger Menschen kannst du enttäuschen!

Ja, ich weiß, nicht so gut. Ist auch nur auf Platz drei, weil es erst drei Weisheiten von mir gibt. Ich arbeite dran!

Platz 2: Erfolg und Spaß gepaart tröstet über vielerlei Schmerz hinweg.

Na ja, auch nicht so das Wahre, aber dennoch geht es in Poesie-Alben bestimmt als Weisheit durch.

Platz 1: Das Leben ist wie ein Glas Ketchup: Mal bekommst du gar nichts, ein anderes Mal zu viel.

Natürlich unangefochten die Nummer 1 und absolut Kult-Verdächtig. In Forrest Gump wäre das ziemlich gut gekommen, glaube ich. Aber es gibt ja noch genug Filme, an die ich dieses Zitat verkaufen kann!

Das war es dann von mir...


Bis dann,
Brainpain

Zurück

Da bin ich wieder! Die letzten Tage habe ich beschlossen nicht zu bloggen, da ich ziemlich krank war. Ich dachte mir, es sei besser für alle Parteien, wenn ich mit dem Schreiben warte, bis ich geistig wieder halbwegs auf dem Damm bin. Es war schwer mich zu beherrschen, aber schlussendlich habe ich es doch geschafft.

Also, was ist geschehen? Na ja, da ich krank war, habe ich so viel nicht zu berichten. Lag größtenteils im Bett und habe mich gelangweilt. Ansonsten konnte ich nämlich nicht viel tun. Am Wochenende ging es mir noch relativ gut und so half ich beim Umzug meines Vaters. Der legte sich ein Eigenheim zu und steckt nun mitten im Umzug. Na ja, ich muss ja helfen, wenn ich das Ding irgendwann mal erben will, in 10 Jahren ist es abbezahlt und dann werde ich da sein!

Danach wurde ich krank. Bin mir ziemlich sicher, dass Bella mich angesteckt hat. Kurz nachdem sie krank wurde, kratzte mein Hals ja schon, aber sonst nichts. Das kam bei mir schleichend und am Montag war ich dann total krank, ohne größeres Anzeichen vorher. Eigentlich alle Symptome, die sie auch hat, was meinen Verdacht bestärkt. Dienstag dann waren wir beide noch immer krank, aber wir konnten nicht einen weiteren Tag fehlen, also kamen wir leicht verspätet gemeinsam und... so oft wie da habe ich noch niemals gehört: "Man, siehst du/seht ihr scheiße aus." Das war sehr aufbauend.

Jetzt geht es mir verhältnismäßig gut... Würde nur gern mehr berichten. Nachdem man das gröbste der Krankheit überstanden hat, ist man eben voller Tatendrang, jedenfalls bin ich es. Heute ist aber leider ein Feiertag, noch dazu ist das Wetter schlecht, also was bleibt einem? Aber ok, zu lang will ich den Eintrag jetzt nicht ziehen, melde mich... demnächst.


Bis dann,
Brainpain

Szene

Mal zur Abwechslung eine Szene aus einem Buch, welches ich derzeit lese (Die Magier von Montparnasse). Diese Szene ist... anders geschrieben als der Rest. Diese Szene kommt mitten im Buch vor und ist kursiv geschrieben (was der Rest nicht ist). Mir viel sie einfach auf und ich mag sie, deshalb tippte ich sie ab. Da diese Szene aber zu viel ist für einen Eintrag, kommt heute ein Teil und der Rest demnächst. Weiß nicht so genau, warum ich es überhaupt abtippen wollte, aber die Szene hat's mir irgendwie angetan.

Ab Seite 211 - "Blanche"

In meinem Traum schwebe ich wie ein Blatt auf dem Wasser. Kein Ufer, kein Zweig, kein Fels, der mich hält, nur das Wasser. Ich treibe im Kreis, mal hierhin, mal dorthin, und ich habe keinen Sinn für die Zeit oder den Ort, an dem ich mich befinde. Da ist nichts, für sehr lange Zeit.

So bin ich allein, und ich frage mich, ob da nicht andere sein müssten. Manchmal höre ich Stimmen im Nichts, und ich versuche, etwas zu sagen, aber sie hören mich nicht. Ich spüre, dass ich etwas tun muss. Und ich stelle sie mir vor, diese Stimmen, mit aller Macht, wie man sich selbst am Aufwachen hindert, denn dieser Traum ist alles, was mir vom Leben geblieben ist, und wenn ich losließe, wenn ich zuließe, dass es endet, würde ich erlöschen, würde versinken wie ein Tropfen Blut im Schnee, eine Handvoll Schnee in einem Bach, ein Bach in einem kalten Meer.

Ich kämpfe mich tiefer in Bilder. Entdecke Teile meines Bewusstseins wie Räume in einem alten Haus, Spielsachen in den Räumen. Ein Kaleidoskop, und darin: Splitter aus Licht. Und ich sehe sie, wie sie erblühen, und auf einmal wird alles ganz klar. Der Bach wird ein Delta aus Stein, die Cafés auf dem brandenden Boulevard sind wie Inseln, und ich sehe die Kreuzung mit der Metrostation, ich sehe das Dôme, die Rotonde und das Jardin, und die Menschen!

Ich gehe mit ihnen. Sie sind alles, was ich noch habe. Wenn sie gehen, vergehe ich auch. Doch wer sind sie?

Da ist Alphonse, wie ich Herr dieser Welt, und gleichzeitig ihr Gefangener. Ich fühle mich ihm verbunden, und ich bewundere und beneide ihn, wie er da hinter seinem Tresen steht, ein klitschnasses Handtuch um seinen haarigen Arm geschlungen, die Augen wach von Kaffee und Weinbrand, immer auf den Sprung, eine Täuschung zu durchschauen, doch blind gegenüber der einzigen Person, die ihn liebt, auch wenn sie es nicht so nennen würde. Er ist blind, denn im tiefsten Grunde seines Herzens hält er es für lächerlich, jemanden wie ihn zu lieben – ebenso gut könnte man eine Mauer lieben, oder die Dornenhecke, die sich an ihr festgesetzt hat. Er träumt von dem Tag, da er seine Mauer verlassen wird, und ahnt nicht, wie tief seine Wurzeln schon in den Mörtel reichen, wie lang seine Dornen sind, und dass jeder Versuch, ihn und die Mauer zu trennen, in Schmerzen enden muss.

Er glaubt, man müsse ihn respektieren, und vielleicht auch etwas fürchten, das hält er für erwachsener als die Liebe, von der er sich nur eine flüchtige Vorstellung machen konnte, bevor man sie für ihn zerschlug – und ehe Esmée kam, die Scherben zusammenzusetzen, ohne, dass er sie darum gebeten hätte, so als habe sie eine alte Tasse gefunden, die er nicht mehr zu brauchen vorgab, und die sie nun unter vielerlei Flüchen und Anfeindungen restauriert. Esmée ist eine Archäologin in einem feindlichen Land, nicht willkommen, nur geduldet, Visa für Visa, von der Fachwelt vergessen: die vielleicht einzige Spezialistin der Welt für das verloren geglaubte Alphonse-Service. Sie widmet sich ihrer Aufgabe dem Gedeih und Verderb, letzte Überlebende der Expedition, und forscht nach dem rastlosen Geist in dem alten Tempel, der sich ihr manchmal in einer weiteren Scherbe offenbart und sich dann wieder unter den Sand zurückzieht. Die Ruine Alphonse, die Wüste Alphonse, die man nicht lieben und doch nicht verlassen kann.

Doch ich bin jetzt da, ihn zu lieben, ich bin die Mauer, auf der er wächst, ich bin das ganze Jardin von den Liebesschreien aus dem Haute Loire bis zum Tropfen des Eisschranks im Keller. Ich atme mit den Fenstern und wehe mit den Küchendüften durch den Schankraum. Ich bin im Klirren der Weinflaschen und im Getrappel vieler kleiner Mäusefüße, die mit mir durch die Wände und Böden rasen, und von dort aus hinaus nach Paris, in die Welt. Ich schlage Wurzeln wie ein alter Baum. Ich sende meine Triebe in die Häuser, unter die Boulevards, in die tiefsten Katakomben; überall sind meine pelzigen Freunde, die mir Augen und Ohren sind und mir berichten, wie die Figuren Aufstellung beziehen. Ein Rauschen im Gaslicht, ein Geist über den Wasser des Kanals bin ich – eine einfache Herdgöttin, von den größeren Geistern vor die Pforten gesetzt, als sie anfing, lästig zu werden mit ihren Träumen von Dornenranken und Turmzimmern und Steppdecken, die Träume, die Ravi nun für mich träumt, während er nach mir sucht und ich nach ihm. Und manchmal erhasche ich einen Schatten meiner selbst auf dieser Suche, wie ich umgehe: körperlos, ahnungslos, schutzlos wie ein nacktes Kind – dabei will ich doch helfen, will dienstbar sein, will diese Menschen leben und erleben lassen, was ich nicht erleben kann.

bye bye,
Brainpain

Ich bins!

Wieder mal ein extrem nerviger Tag liegt so gut wie hinter mir. Das Arbeitsamt ist manchmal einfach nur eine Frechheit. Ich habe Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt und habe die Monate Dezember bis Februar auch bezahlt bekommen. Plötzlich flattert mir ein Brief ins Haus. "Die angegebene Kontonummer stimmt nicht." Ja, das macht natürlich Sinn, nachdem ich schon Geld von denen bekommen habe. Die Idioten haben die vermutlich einfach nur verschlampt.

Ich rufe also die angegebene Hotline an. Natürlich ist sie kostenpflichtig. Nach gefühlten Stunden in der Warteschleife war ich froh, überhaupt mal durchgekommen zu sein. Der Typ am anderem Ende der Leitung war dann die Höhe. Das war so ein Rüdiger Hoffmann. Verdient der als Comedian nicht genug, oder warum arbeitet der neuerdings für die Agentur für Arbeit? Oder war es einfach nur sein größter Fan? Ich weiß es nicht.

"Piep Piep mein Name. Ich habe einen Brief von Ihnen erhalten. Sie schrieben mir, dass meine Konto-Nr. falsch ist.."

"Ja... ich weiß ja nicht, ob Sies wussten... Mit der Konto-Nr. stimmt etwas nicht.

So hörte es sich wirklich an. Ok, er sagte jetzt nicht, ich weiß ja nicht, obs sie es wussten. Aber in dem Singsang, indem er Sprach, hätte das so gut gepasst. Vor allem dieses lang gezogene jaaaa... am Anfang.

"Das ist mir bewusst, deswegen rufe ich ja an. Wie ist denn die Nr. die sie haben? Vielleicht ist da ein Zahlendreher drin."

"Ja... das kann ich Ihnen jetzt auch nicht so genau sagen..."

Das ist wieder ein Orginal-Zitat.

"Warum denn nicht?"

"Ja... Datenschutz, wissen Sie. Ich kann ja nicht wissen, ob Sies wirklich sind."

"Und wenn schon. Die Konto-Nr. ist ja falsch, also könnte jemand anderes mit der Nr. so oder so nichts anfangen."

"Ja... Es ist so, wie es ist."

Das war dann der Zeitpunkt, an dem mir Schwindelig wurde, weil ich zu sehr mit den Augen rollte. Das Gespräch wollte ich dann schnell hinter mich bringen.

"Haben sie etwas zum Schreiben? Ich sage Ihnen dann mal meine richtige Konto-Nr."

"Ja... das geht so nicht... Datenschutz und so weiter... habe ich doch gerade schon gesagt... Am Telefon dürfen sie es mir nicht sagen... da müssen Sie schon persönlich kommen, damit ich es am Computer ändern kann..."

Für diese Info habe ich über 5 Minuten gebraucht. Der Typ hat so extrem langsam geredet. Ich weiß schon, warum der an einer kostenpflichtigen Hotline sitzt.

War dann da und war auch nicht so berauschend dort. War eigentlich der Einzige dort im Wartezimmer. Aufgerufen wurde ich trotzdem irgendwie nicht. Die waren zu sehr mit Small-Talk beschäftigt. 15 Minuten vergingen und ich weiß jetzt ziemlich viel über das Privatleben von irgendeiner Stefanie. Aber gut, hat sich der Besuch zumindest gelohnt.

War sehr regnerisch heute und war/bin auch nicht soo gut drauf. Habe beim Chinesen gegessen und jetzt warte ich auf das Ende des Tages...


Bis dann,
Brainpain

Sie hat es doch getan!

Wie ich im vergangenen Beitrag schon schrieb, dass Bella (nachdem du mir schon folgst kann ich den Namen ja nennen) mich doch bitte töten solle, um mich von der Qual zu befreien, tat sie es dann doch noch irgendwann. Zuerst wollte sie es ja nicht tun.

Der Sachverhalt: In der Gruppe haben wir ein Spiel gespielt. Es nennt sich: Die Werwölfe vom Düsterwald oder so. Wer es nicht kennt, kann ja googeln, ich erkläre es nicht nochmal. Der aufmerksame Leser wird erkennen, dass ich am 4.3.2010 schon mal über dieses Spiel schrieb. Na ja, wie dem auch sei. Bella und ich hatten nicht wirklich Lust es zu spielen, aber der Gruppenzwang ist eben überall vorhanden. Also sabotierten wir das Spiel etwas. Wir machten einen Deal, dass wir uns, wenn möglich, immer gegenseitig töten um so früh wie möglich aus dem Spiel auszuscheiden. Normalerweise verrät man sich nicht gegenseitig, welchen Charakter man in der Runde spielt, aber über diese Regel setzten wir beide uns hinweg. In der ersten Runde war ich also Hexe. Das bedeutet, dass ich entweder einen Dorfbewohner, der von den Werwölfen getötet wurde, heilen kann, oder selbst zum Messer greifen kann. Sofort als ich die Karte zugelost kam flüsterte ich schon rüber: "Ich töte dich gleich, ich bin die Hexe." Sie lachte leicht, denn sie war der Jäger. Der Jäger darf jemanden mit in den Tod reißen, wenn er stirbt. Das spielte uns natürlich total in die Karten und so inszenierten wir unser eigenes Spielchen. Nachdem die Werwölfe einen Dorfbewohner getötet hatten, durfte die Hexe, also ich, erwachen. Ich wollte gar nicht wissen, wer getötet wurde, um ihn evtl. zu heilen, ich zeigte sofort an, dass ich selbst töten will. Das Opfer dürfte bekannt sein. Zufälligerweise musste ich danach selbst dran glauben, weil ich ja den Jäger getötet hatte. Und schon waren wir beide tot! So einfach geht das.

In Runde zwei war es schwierig. Ich war einer der Werwölfe und grinste schon zu Bella rüber und meinte, dass sie wieder ein frühes Ende finden würde. Selbstsicher grinste sie zurück und als klar wurde, dass wir beide Werwölfe waren, war unser Plan dahin, denn so konnten wir uns nicht mehr töten. Den Spielleiter freute es irgendwie, denn als er bemerkte, dass wir beide uns nicht töten konnten lachte er hämisch. Ebenso, wie die Zuschauer. Na ja, schade eigentlich. Also mussten wir eine Runde normal spielen. Trotzdem vielen wir schnell auf. Warum töten wir uns nicht gegenseitig? Das hätte eigentlich einer der ersten Gedanken der Anderen sein müssen. War er aber nicht, dieser kam erst zeitverzögert. Dann musste ich dran glauben. Gut für mich, aber leider alleine. Bella überlebte das dumme Volk und gewann dann für uns das Spiel. Ein gemeinsamer Tod wäre mir lieber gewesen.

In der letzten Runde dann erreichte unsere Inszenierung ihren Höhepunkt. Ich war leider nur ein normaler Bürger, so konnte ich nichts tun, aber selbstverständlich hatte Bella Glück und sie war die Hexe. Das heißt: Schneller Tod für mich, yay! Runde 1 verging und jeder wusste, wer die Hexe war. Denn als sie wieder auf mich zeigte, musste ich ziemlich lachen. Ich sah es zwar nicht, aber ich ahnte mein Schicksal. Zufällig bin ich dann auch ein Opfer der ersten Nacht geworden. Tja. Dann flaxte ich ein wenig mit ihr. "Wenn du gleich sterben solltest, heile dich nicht!". Als Hexe kann man ja jemanden heilen, natürlich auch sich selbst. Wie die Ironie des Schicksals es so will, wurde sie als das Opfer auserkoren. Großes Gelächter brach wenig später auf, denn der Spielleiter lies die Hexe erwachen und zeigte an, wer das Opfer ist. Er zeigte also auf sie selbst. Ich winkte dramatisch, dass sie sich nicht heilen sollte. Das tat sie dann auch nicht, sie begann Selbstmord! Ist das nicht dramatisch, wundervoll und herzallerliebst? Anstatt sich zu heilen, folgte sie mir in den Tod, ab ins Jenseits. Romeo und Julia waren gestern. Bella & Brainpain... DAS ist die wahre Geschichte!

Hinterher waren sowohl meine, als auch Bellas Wangen leicht errötet, weil wir eigentlich nur gelacht haben. Wer hätte gedacht, dass dieses miese Spiel, auf das wir beide keine Lust hatten, uns einen unvergesslichen Moment bescherte? Ab damit in die Magic Moments Hall Of Fame!

Das Schicksal führt uns eben immer zusammen. Notfalls auch in den Tod. Das bemerkte sie im Bus, als ich sagte, dass ich heute am Hauptbahnhof aussteigen würde. Das tue ich sonst nie. Sie auch so gut wie nie. Sonst steigen wir zusammen immer vor dem Hauptbahnhof aus. Und sie musste heute auch am Hauptbahnhof aussteigen. Diese Kleinigkeit schob sie dann scherzhaft auf das Schicksal. Wir fuhren also bis zum HBF und dann trennten sich unsere Wege. Ich ging nach rechts, sie nach links. Während ich so schlenderte dachte ich noch mal über dieses Schicksalsding nach und musste irgendwie daran denken, sie gleich noch mal zu sehen. Und siehe da! Ich ging den Weg entlang und da stand sie vor mir! Kein Witz. Sie war sichtlich verblüfft, auch ich musste mir erst die Augen reiben. Tagträume ich schon von ihr? Nein, sie war es wirklich. Wir waren zwar in verschiedene Richtungen gegangen, aber trafen uns dann irgendwann wieder. Ich erzählte ihr dann direkt, dass ich genau an diese Situation gerade gedacht hätte und sie bestätigte es, sie dachte auch an diese Situation. Das muss Schicksal sein :D

Aber mal zu etwas anderem. Seit ein paar Tagen schon hatte ich jemandem im Auge. Nun stellte sich leider heraus, dass sie gegen eine meiner drei No-Go Regeln verstößt. Verdammt.


Das wars von mir,
Brainpain

Akademie Aktuell²

Da mich meine erste Verfolgerin (schönen Gruß an dieser Stelle ca. 5 1/2 Meter rechts diagonal in meinem Rücken) damit beauftragt hat, etwas zu schreiben, tue ich es jetzt auch. Ja, so läuft das bei uns. Sie sagt etwas und ich tue es. Sie glaubt meistens selbst nicht, dass ich es wirklich tue. Aber im Moment habe ich ja eh nichts besseres zu tun, also ist es eine win-win Situation. Ich tue uns beiden also einen Gefallen.

Na ja, worüber ich schreiben soll ist aber ein schwieriges Thema. Eigentlich bin ich ja bekennender, berühmter und begabter Stegreif-Blogger, aber an Tagen wie diesen fällt mir selbst meine Parade-Disziplin schwer. Aber irgendwie muss ich meine Langeweile ja bekämpfen, sei es auch nur für wenige Momente. Also schreibe ich über mein überzogenes Ego. So oft wurde mir nun schon bescheinigt, wie groß mein Ego ist, aber was soll man machen, wenn man großartig ist? Tja, da fällt meinen Kritikern auch nichts zu ein. aber Spaß beiseite. Mein Ego ist in Wirklichkeit nur beim Schreiben vergrößtert, weil ich es liebe so zu schreiben. In Wirklichkeit bin ich ein kleiner, sehr kleiner Mensch... und dünner Mensch... dessen Ego auf eine Briefmarke passt (2,20€) und... viel weint... bin ein kleiner Mensch... der oft traurig ist... und... die Dunkelheit mag... und sich am Leid anderer ergötzt. So, jetzt wisst ihr es. Ich bin grausam. Und großartig. Aber ich will nicht zu viel prahlen.

Also, was habe ich noch zu sagen... Komme gerade aus der Pause. Fing schon vor der Pause an zu schreiben. Deswegen habe ich jetzt so ein bisschen den Anschluss verloren. Die Pause war recht quälend. Mein rechtes Uhr blutet nun. Ich wollte auch, dass meine Verfolgerin mich umbringt, weil "DAS IST DOCH KEIN LEBEN!", aber sie tat es nicht. Sie will mich leiden lassen. Klingt für unbeteiligte sicher verwirrend, aber ich will es nicht alles wiederholen, bitte, zwingt mich nicht dazu... Heute steht auch nicht mehr viel an. Kam eigentlich gut gelaunt aus dem Bett, habe recht gut geschlafen, aber jetzt ist die Luft irgendwie raus. Wenn mich doch nur jemand motivieren könnte :o

Bis dann,
Brainpain

+++ Akademie Aktuell +++

Sitze hier gerade und verbreite meinen neuen Blog. habe ziemliche Langeweile, da ich nicht wirklich was zu tun habe. Also dachte ich mir, warum schreibe ich nicht irgendetwas unnützes in meinem neuen Blog.

Vorhin stand Mathe auf dem Fahrplan. Der Dozent ist eigentlich ganz in Ordnung, also holte ich mein Brot aus der Alu-Folie und aß beim Rechnen. Das Kauen forderte mich mehr, als die Aufgaben. Als ich dann fertig war, gelang mir das Unfassbare. Durch den ganzen Raum warf ich also das Alu-Knäuel und traf genau in den Papierkorb. Na ja, nichts Besonderes dachte ich mir, das schaffe ich eben ab und zu. Wenn man das 100 mal probiert klappt es dann zwangsläufig auch ein, zwei Male. Der Dozent jedoch war verblüfft. "Was war das denn?", sprach er, während er einen überraschten Blick aufsetzte. "Kannst du das noch mal?", sprach er dann weiter. Ich jedoch antwortete lächelnd, dass ich das Ding nicht wieder aus dem Papierkorb rausholen würde. Sofort ging der Dozent zum Papierkorb und holte das Alu-Knäuel raus. Da war ich dann der Verblüffte. Dass er das wirklich tun würde, das hätte ich nicht gedacht. Aber er tat es dann und drückte mir die Pille in die Hand. Aus dem Handgelenk gelang mir dieses Kunststück auch ein weiteres Mal, wieder genau in den Papierkorb. Da waren wir beide dann verblüfft. Dass ich es ein Mal schaffe, ok, aber zwei Mal hintereinander? Welch' großartige Leistung von mir. Das dachte sich auch der Dozent und rannte erneut zum Mülleimer um das Knäuel wieder zu befreien und es mir in die Hand zu drücken. Drei Mal klappte es leider nicht, aber da bin ich ganz froh drüber. Er hätte es vermutlich so lange herausgeholt, bis ich endlich daneben geworfen hätte, also hätte ich beim nächsten Versuch (wenn der Dritte gesessen hätte) mit Absicht daneben geworfen, weil irgendwann wird es auch albern. Aber dennoch... Ich bin einfach großartig.


Bis dann,
Brainpain

Zum Dritten!

Nun bin ich angekommen, an meinem dritten Blog. Besaß bereits zwei Blogs in meiner Karriere, allerdings nicht bei blogspot, sondern bei einem Anbieter, der mich so zur Weißglut trieb, es hier her zu verlagern. In dieser Nacht und Nebelaktion nun also der lang erwartete Umzug. Hoffentlich hält es ein wenig länger, als meine letzte Heimat. Zog ich doch erst im Februar dorthin. Na ja, wie dem auch sei. An meine alte Leserschaft natürlich ein Dankeschön, dafür, dass das Folgen nicht eingestellt wurde und für die "Neuen"... herzlich Willkommen! Um den Anschluss an meine alte Heimat zu knüpfen, schreibe ich hier dann heute Abend oder morgen die letzten drei Einträge.

Das soll es von mir auch nun erst mal gewesen sein, teste noch ein wenig rum mit Blogspot...


Bis dann,
Brainpain